Die Präsidentin hat das Wort

Dora Andres, Präsidentin SSV

Herzlich willkommen auf der Internetseite des Schweizer Schiesssportverbandes (SSV).

Am 13. Februar 2011 stimmen wir Schweizerinnen und Schweizer über die Volksinitiative„Für den Schutz vor Waffengewalt „(Waffeninitiative) ab.

Dem Schweizer Schiesssportverband und den Sportschützen weht mit dieser Initiative ein kräftige Bise mitten ins Gesicht. Auch wenn die Initianten immer wieder betonen, die Schützen und Jäger seien von dieser Initiative nicht betroffen, so zielen sie ganz bewusst auf uns verantwortungsvolle Bürgerinnen und Bürger und haben als eigentliches Ziel die persönliche Armeewaffe und damit die Armee und uns Schützen im Visier.

Der Bundesrat und das Parlament lehnen diese Initiative klar und deutlich ab und nehmen zusammen mit der Armee bereits heute ihre Verantwortung wahr. So wurden in den letzten Jahren und Monaten zahlreiche wirksame Massnahmen umgesetzt, um die Sicherheit bei der persönlichen Armeewaffe weiter zu erhöhen. Der Stellungspflichtige wird bei der Rekrutierung im Rahmen einer vertieften Abklärung auf ein evtl. vorhandenes Gefährdungspotential überprüft; zudem kann gefährdeten Personen die persönliche Waffe auch später jederzeit abgenommen werden. Die Waffe kann bereits heute freiwillig und kostenlos in einem Logiscenter deponiert werden etc...

Krimineller und illegaler Waffenbesitz entzieht sich der Waffeninitiative

Im Jahre 2008 wurde das Schweizer Waffenrecht verschärft.
In der Schweiz ist heute alles geregelt, was sinnvollerweise im Bereich der Sicherheit im Umgang mit Waffen geregelt werden kann. Das Waffengesetz, das Militärgesetz und die entsprechenden Verordnungensind strenge Grundlagen für eine effektive Missbrauchsbekämpfung.

Obwohl im Waffengesetz klar definiert ist welche Staatsanghörige in der Schweiz keine Schusswaffen kaufen, aufbewahren und benutzen dürfen, es sind dies: Albanien, Algerien, Sri Lanka, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Türkei werden mit Abstand der grösste Teil von Missbrauchsfällen mit illegalen Waffen begangen. Während die Kriminellen nicht tangiert werden, stellt die Waffeninitiative verantwortungsbewusste Bürger – inklusive alle –Schweizer Soldaten und Schützen – unter Generalverdacht.

Soldaten und Schützen bewahren ihre Waffen sicher auf

Die Aussage der Initianten, dass die Schweizer ihre persönliche Armeewaffe leicht zugänglich im Schlafzimmer aufbewahren würden ist unredlich und tendenziös. Richtig ist: Armeeangehörige sind gesetzlich verpflichtet, ihre Waffe sicher aufzubewahren. Sie muss zu Hause diebstahlsicher für Dritte - dazu gehören auch Familienmitglieder- weder sichtbar noch frei zugänglich gelagert werden. Beim Sturmgewehr ist der Verschluss getrennt von der Waffe aufzubewahren.

Das Tragen der persönlichen Waffe war seit jeher ein Privileg, das nur den Freien zustand. Bis heute nimmt der Bürger seine persönliche Waffe mit nach Hause. Sie ist der Beweis der Freiheit des Einzelnen und zugleich Symbol für die Verantwortung des Bürgers.

Wer die Verantwortung missbraucht, dem wurde früher undwird auch heute die Armeewaffe weggenommen. Nur die Initianten der Waffeninitiative wagen es zu behaupten, dass die Mehrheit unseres Volkes verantwortungslos geworden ist und ihm deshalb das Insignum der Freiheit entzogen werden muss.

Schützenwesen und Armee

Über 200'000 Mitglieder sind im Schweizerischen Schiesssportverband, dem viertgrössten Sportverband des Landes organisiert und üben ihren Schiesssport als verantwortungsvolle – und bewusste Bürgerinnenund Bürger aus. Es ist keine Übertreibung wenn man behauptet, dass der SSV in der Vergangenheit und auch in der Zukunft eine staatstragende Rolle in unserer Gesellschaft innehat. Die Symbiose Schützen-Armee ist für unser Land von zentraler Bedeutung. Die Annahme der Waffeninitiative schwächt die Schützenverbände und damit auch die Milizarmee ganz entscheidend. 3'100 Schützenvereine im ganzen Land wären in ihrer Existenz bedroht.

Die Initiative verunmöglicht den privaten Waffenbesitz, unterbindet faktisch den Schiesssport mit einer Armeewaffe und das bedeutet den Untergang des Schiesssportes als Breitensport. Regionale- Kantonale – und Eidgenössische Schützenfeste könnten nicht mehr durchgeführte werden. Eidgenössische und kantonale Schützenfeste bedeuten nicht nur sportliche Ereignisse, sie verkörpern ein Stück schweizerischer Tradition und Werte mit starker Ausstrahlung auf die nationale Kohäsion und über unsere Landesgrenzen hinaus. Das Obligatorische Schiessprogramm obsolet zu machen ist ein weiteres Ziel der Initianten.

Die Zukunft des Schiess- und Schützenwesens in unserem Land hängt stark vom Ausgang der Abstimmung vom 13. Februar 2011 ab. Nur wenn wir uns alle- wirklich alle- in den nächsten Monaten im persönlichen Umfeld engagieren, unsere überzeugenden Argumente kommunizieren und damit Verbündete gewinnen, werden wir den Initianten die richtige Antwort geben können.

NEIN zur Waffeninitiative um die Sicherheit unserer Bevölkerung zu gewährleisten. Aus keinem andern Grund haben wir in der Schweiz die Waffen beim Bürger, nämlich um die Sicherheit zu gewährleisten!

Wir lassen uns keine Schweizer Werte zerstören und sagen deshalb

NEIN zur nutzlosen und teuren Waffeninitiative

Ihre Präsidentin des Schweizer Schiesssportverbandes SSV

Dora Andres

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